Verbeugung vor Sängern und Publikum bei „Man(n) singt Deutsch 4“

Der große Männerchor des GV Sängerkranz 1876 Watzenborn-Steinberg eröffnete als Gastgeber zu seinem 135. Gründungsgeburtstag das Konzert "Man(n) singt Deutsch 4" im Hans-Weiß-Saal der Volkshalle
Der große Männerchor des GV Sängerkranz 1876 Watzenborn-Steinberg eröffnete als Gastgeber zu seinem 135. Gründungsgeburtstag das Konzert "Man(n) singt Deutsch 4" im Hans-Weiß-Saal der Volkshalle

POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG (rge/ger/rg), Am Ende eines konzertanten Ereignisses zum 135-jährigen Chorgeburtstag des Gesangverein Sängerkranz 1876 Watzenborn-Steinberg verbeugte sich deren Vorsitzender Werner Funk vor Chorleitern, Sängern und dem Publikum in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg . Damit dankte er Zuhörern und Künstlern die zu dem Konzert "Man(n) singt Deutsch 4" gekommen waren und zum einen auf der Bühne in den fünf Chören, zum anderen als Konzerbesucher im Hans-Weiß-Saal diese musikalisch gelungene Hommage an die deutschsprachige Chorliteratur mit Stimme, ihrer Anwesenheit und viel Beifall unterstützt hatten. Insgesamt 600 Unterstützer und Fans des klassischen deutschen Männerchorgesangs, darunter 200 gestandene Sänger in den erstklassigen Gastchören aus dem Nordrhein-Westfälischen Netphen sowie dem hessischen Bernbach in Freigericht und benachbarten Hüttenberg waren neben den beiden gastgebenden Sängerkranz-Chören mit dem großen Männerchor und den "vocale Sängerkranz gekommen. Der musikalische Leiter des Sängerkranz Peter Schmitt hatte auch in der vierten Auflage des Konzertes von "Man(n) singt Deutsch" die musikalische Gesamtleitung übernommen und mit der Auswahl von Literatur und Chorgästen erneut den Geschmack des Publikums getroffen.

Der junge Sängerkranz-Chorspross "vocale Sängerkranz" sang unterhaltsames Repertoire bei "Man(n) singt Deutsch 4", wie unter anderem den Augustin-Rap
Der junge Sängerkranz-Chorspross "vocale Sängerkranz" sang unterhaltsames Repertoire bei "Man(n) singt Deutsch 4", wie unter anderem den Augustin-Rap

Moderator Karl-Heinz Gros konnte  gleich zu Beginn den großen Sängerkranz-Chor als Gastgeber auf der Volkshallen-Bühne ankündigen. Die Sänger eröffneten zu ihrem 135. Chorgeburtstag mit dem Silcher Stück „In der Ferne“ den konzertanten Reigen. Unter den Gästen konnte Gros in seiner Begrüßung unter anderem den Watzenborn-Steinberger Ortsvorsteher Klaus-Dieter Gimbel, den Sängerkranz-Ehrenvorsitzenden Karl Schmitt sowie mit Meta Weiß, die Frau des unvergessenen bereits verstorbenen langjährigen Sängerkranz-Chorleiters und Steinberger Komponisten Hans Weiß herzlich willkommen heißen. Dabei erinnerte er auch an ein großes Konzertereignis des Sängerkranzes fast auf den Tag vor 29 Jahren an gleicher Stelle. Damals war der berühmte Tenor Rudolf Schock zu Gast, für den Hans Weiß eigens einen Löns-Lieder-Zyklus komponiert hatte. Der Sängerkranz mit Dirigent Peter Schmitt intonierte im weiteren Konzertverlauf Max Bruchs „Vom Rhein“ und als besonderen chorischen Höhepunkt „Der Leiermann“ aus der Feder von August v. Othegraven. Mit dem Schlager der Comedian Harmonists „Das ist die Liebe der Matrosen“ zeigt der Chor auch die heitere Facette im Repertoire der Sänger um Peter Schmitt.

Chorleiter Werner Jung mit den Sängern des MGV Eintracht Hüttenberg gratulierten musikalischen bei "Man(n) singt Deutsch 4" zum 135. Sängerkranz-Geburtstag in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg in Pohlheim
Chorleiter Werner Jung mit den Sängern des MGV Eintracht Hüttenberg gratulierten musikalischen bei "Man(n) singt Deutsch 4" zum 135. Sängerkranz-Geburtstag in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg in Pohlheim

Ebenfalls Friedrich Silcher mit dem romantischen „`s Herz“ servierte die Eintracht Hüttenberg mit Werner Jung dem Konzertpublikum um sie danach mit Mendelssohn-Bartholdys auf eine Reise „Im Süden“ mit zu nehmen. „Männer mag man eben“ eine weitere sängerische Hommage an das „starke“ Sängergeschlecht aus der Feder von Hans Unterweger bildete mit Lortzings legendären „Chor der Schmiedegesellen“ den Abschluss ihres konzertanten Beitrags. „vocale Sängerkranz“, der junge Chorspross mit 30 gestandenen Männern des Geburtstagsvereins, zeigte das er die Klaviatur von Klassik mit der „Schönen Nacht“ über den von Hubertus Weimer vertonten komischen Geschichte von Heinz Erhardts „Die Made“ bis zu angesagten Chormusik versteht. Bei dem „Augustin Rap“ verwandelten sich die Sänger in der Geschichte des glücklichen Wiener Pechvogels Augustin, in Noten gesetzt von Lorenz Maierhofer, in lockere und tonsichere Vokalakrobaten mit Kappe und dunkler Sonnenbrille.

Der Männerchor des Liederkranz Netphen unter Leitung von Thomas Bröcher beim Konzert "Man(n) singt Deutsch 4" in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg in Pohlheim
Der Männerchor des Liederkranz Netphen unter Leitung von Thomas Bröcher beim Konzert "Man(n) singt Deutsch 4" in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg in Pohlheim

Den musikalischen Gästen aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein mit dem Liederkranz Netphen unter der Leitung von Thomas Bröcher gehörte nach der Pause die ganze Aufmerksamkeit der Konzertbesucher. Mit einem "Sommerlied" von Felix Mendelssohn-Barholdy und der "Abendruh" von Rolf Kern hatten sie in ruhigen Tönen ihr Programm eingeleitet. Mit "Der Tamburgesell" (Fritz Lubisch) als Kontrast sowie mit dem Acapella-Stück "Millionär" von den Prinzen unterstrich der Chor unter anderem sein klanglich hohes Niveau. Das Volkslied "Wer recht in Freuden wandern will" (Kurt Lissmann) sowie Matthieu Neumanns "Abendlied" war neben Franz Schuberts "Die Nacht" weitere Geschenke an Zuhörer und Gastgeber an diesem schönen konzertanten Abend mit bester Männerchormusik.

Die Harmonie Bernbach mit Chorleiter Dr. Klaus Seikel in Vertretung für den verhinderten Matthias Schmitt beim Konzert-Auftritt "Man(n) singt Deutsch 4" in Watzenborn-Steinberg
Die Harmonie Bernbach mit Chorleiter Dr. Klaus Seikel in Vertretung für den verhinderten Matthias Schmitt beim Konzert-Auftritt "Man(n) singt Deutsch 4" in Watzenborn-Steinberg

Werner Funk blieb es vorbehalten am Ende nochmals die vier Chorleiter auf die Bühne zu bitten. Nach besonderen Dank an Peter Schmitt für die musikalische Gesamtleitung und auch an die Gastchöre und zahlreich gekommenen Besucher für ihr Kommen, intonierten alle 200 Sänger auf der Bühne und rundum im großen Hans-Weiß-Saal zum Finale Friedrich Silchers „Frisch Gesungen“. Langer und kräftiger Applaus gab es für alle Chöre reichlich an diesem Abend bei „Man(n) singt Deutsch 4“. zum 135. Sängerkranz-Gründungstag. In gemütlicher Runde wurde nach dem Konzert mit den Chorgästen bei vom Sängerkranz servierten kulinarischen Leckerbissen mit „Bellschou und Zwiebel“  noch einige bekannte Lieder gemeinsam angestimmt und Freundschaft gepflegt. Das alles gemeinsam war beste Werbung für die Vielseitigkeit deutschsprachiger Literatur und den Männerchorgesang im Besonderen, war der allgemeine Tenor an diesem Sonntagabend.

KORK und Pohlheimer bekennen beim Sängerkranz-Geburtstag: „Mir sei Hesse“

KORK in Aktion auf der Volkshallen-Bühne
KORK in Aktion auf der Volkshallen-Bühne

POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG (rge/ger/rg), Von „Jenseits der Dickwurzfelder der Lahn“ waren die echten Oberhessen von der bekannten Mundartgruppe KORK  gekommen und ließen sich und ganz besonders den GV Sängerkranz 1876 Watzenborn-Steinberg zum 135-jährigen Vereinsgeburtstag feiern und hochleben. Dabei hatten sie vor 350 begeistert mitgehenden Besuchern und Freunden im Hans-Weiß-Saal der Volkshalle neben ihren Hits auf Platt auch jede Menge Hessich`Witz und Charme „Made in Ruttershausen“ mitgebracht. Was wäre Rutters ohne Hausen? Wohl Watzenborn ohne Steinberg lautete so auch gleich nach ihrem musikalischen Programm „Wir singen kein Deutsch, mir singe Platt“ die entscheidende Antwort über Herkunft und Veranstaltungsort in Pohlheim. Beides unvorstellbar natürlich um gleich drauf „Off de Hahbie“ zu singen und damit erklärtermaßen die Mundart vor dem Aussterben zu bewahren. „Wenn ich Platt sing gids mer richtig goad“ bekannten die fünf bestens aufgelegten KORK-Musiker Reinhold Gabel (Drums, Vokal), Markus Horst (Gitarre, Vokal), Harald Käs (Bass, Vokal), Thomas Kraft (Keyboard, Akkordeon, Vokal) und Burkhard Ott (Gitarre, Vokal).

Gut ging es auch dem Publikum, dass bereit war mitzufeiern. Es wurde gleich zu Beginn mitgeklatscht und später auch geschunkelt bis fast um Mitternacht.  Viele der KORK-Hits, eingepackt in modernen Rhythmen aus Pop, Rock, Rap, Schlager und Volksmusik bekannter Interpreten neu getextet in oberhessischen Platt mit schrägen oder nachdenklichen Dorfgeschichten und Beziehungsallerlei rund um ihr Heimatdorf in Lollar waren einfach dafür gemacht, sich wohlzufühlen und den Alltag an diesem Abend lachend hinter sich zu lassen.  Die hessische Antwort auf Höhner, Schürzenjäger, Flippers & Co. heißt wohl KORK und deren musikalischen Botschaften kommen bei den Fans an. „Mir sei Hesse“ lautete ihr stolzes Bekenntnis und das unterstützte der ganze Saal lauthals. Der Sängerkranz-Vorsitzende Werner Funk war denn auch glücklich über diesen schönen Oberhessischen Abend mit KORK beim 135. Sängerkranz-Geburtstag an dem es in einer thematisch passend geschmückten Halle auch neben der flotten Mundart-Musik auch Worscht mit Schoppe, Handkäs mit Musik und Äppelwoi bis zum Abwinken gab. Nach der obligatorischen „Pullbomb“ sagten die fünf Ruttershäuser von KORK dann „So macht`s gout ihr Leu“. Danach gingen auch nach der gegebenen Zugabe die Lichter in der Volkshalle noch lange nicht aus. Bis nach Mitternacht wurde bei Hits, aufgelegt von Stefans DJ Culture gefeiert.

 
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