World Choir Games – Pohlheimer Sängerkranz-Stimmen wurden in Riga mit Silber belohnt

POHLHEIM/RIGA (rg/rge/ger), Eine Silbermedaille erhielten die 42 Sänger vom Pohlheimer Projektor das Sängerkranzes Watzenborn-Steinberg bei den World Choir Games (WCG) am Sonntagmorgen vor tausenden Gästen in der Arena von Riga. Der Präsident der WCG und von Interkultur, Günter Titsch, überreichte die Medaille und die Urkunde gemeinsam mit der Interkultur-Direktorin für China und Kommunikation, Wang Qin, an die beiden Sängerkranz-Vorsitzenden, Werner Funk und Stefan Huster. Bei den Weltchorspielen wurde es zwar damit nicht das erhoffte Gold, sondern ein in der Chorwelt ebenso wertvolles silbernes Edelmetall für die Sänger um Chorleiter Peter Schmitt.

Die internationale Konkurrenz erwies sich beim Aufritt im Konzertsaal „Gilde“ am Samstagabend erwartet stark und war in den Universitäts- und Auswahlchören sängerisch top vorbereitet. Schmitt war am Samstag nach dem Auftritt beim Wettbewerb in der Männerchorklasse mit seinen Sängern und dem ausgezeichneten Solo von Erik Burger mehr als zufrieden. Besonders das schottische Volkslied  „Loch Lomond“ im Arrangement von Jonathan Quick erwies sich als laut beklatschter Favorit beim Publikum. Und auch das „Jubilate Deo“, das deutsche Volkslied „Wie lieblich schallt durch Busch und Wald“ sowie das amerikanische Spiritual „Little Innocent Lamb“ wurden im bis auf den letzten Platz besetzten Saal sehr gut intoniert. 73 Punkte gab es am Ende für den Auftritt des Projektchores von der siebenköpfigen international besetzten Jury, darunter der deutsche Wertungsrichter  Jürgen Budday. Die Punktzahl reichte die beiden litauischen Chöre hinter sich zu lassen, aber nicht für eine Goldmedaille. Die holten sich der Golden Gate Mens Chorus/USA, The Slovak Teachers Choir/Slowakei, der LiederMÄNNER Chor/Österreich, die Männerstimmen Basel/Schweiz und als WCG-Champion der Chor „Viru Koris Gaudeamus” von der Technischen Universität von Riga unangefochten mit 91,13 Punkten. Die Pohlheimer Projektchor-Sänger gratulierten den Gewinnern für ihre Leistung. Für einen Amateurchor der sich einmal in der Woche für 90 Minuten zur Probe trifft lieferten die Mittelhessen eine herausragende Leistung ab, wurde anerkannt. Zur Kenntnis genommen wurde, dass das musikalische Niveau bei den World Choir Games weiter gestiegen ist. Dies war bisher auch schon in den anderen Kategorien zu beobachten, bei der immer mehr Chöre teilnehmen. Das bestätigt auch Günter Titsch „Die Qualität der Männerchöre hat sich weltweit gesteigert. Der Sängerkranz kann mit dem Pohlheimer Projektchor stolz auf sein Ergebnis im Wettbewerb sein, weil es das hohe sängerische Niveau des Chores im weltweiten Vergleich unterstreicht.“

Am Sonntagabend besuchten die Sänger noch das Konzert im durch die baltischen Sängerfeste bekannten Mezapark, später schauten sie gemeinsam das WM-Endspiel und feuerten die deutsche Mannschaft an. Gefeiert wurde die Silber-Medaille der World Choir Games als auch die deutsche Fussballnationalmannschaft. Am Montag geht es schon wieder in Richtung des heimatlichen Mittelhessen, dann auf jeden Fall mit Silber im Gepäck.

 

WORLD CHOIR GAMES – Pohlheimer Sängerkranz-Projektchor mit „Mission Gold“ nach Riga

62-köpfige Reisegruppe startet am Mittwoch zu den World Choir Games – Ministerpräsident, Landrätin und Bürgermeister drücken die Daumen

RIGA/POHLHEIM/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Am Mittwoch, dem 9. Juli 2014 bricht die 62-köpfige Reisegruppe des Pohlheimer Projektchors vom Sängerkranz Watzenborn-Steinberg von den Flughäfen in Frankfurt und Düsseldorf zu den World Choir Games nach Riga auf. Darunter sind die 42 Sänger des Projektchors die beim Wettbewerb um chorolympische Medaillen singen werden. Der Präsident des Veranstalters Interkultur, Günter Titsch, kam am Donnerstag persönlich in das Vereinslokal „Hotel Goldener Stern“ nach Watzenborn-Steinberg, um den Sängern und ihren Fans eine gute Reise und für den Wettbewerb viel Erfolg zu wünschen. Hinter den Sängern liegen 11 Monate intensive Vorbereitungszeit mit ihrem Chorleiter Peter Schmitt unterstützt von dem Langgönser Dirigenten Werner Jung und der Stimmbildnerin Cornelia Muth.

Für die Sänger des Projektchors steigt die Spannung. Im September 2013 begannen die Proben. Man traf sich jeden Samstag für bis zu zwei Stunden. Zu den Watzenborn-Steinberger Sängern, stießen weitere Mitstreiter aus Chören in Mittelhessen. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Werner Funk, der Sängerkranz-Vorsitzende. Am vergangenen Samstag wurde seine Einschätzung bereits bestätigt, denn mit 22 Punkten, einem Golddiplom und dem Titel als „Hessischer Meisterchor“ kehrte der Projektchor vom Hessischen Chorfestival in Gießen erfolgreich in die „Singende Stadt“ zurück. Auch Chorleiter Schmitt bescheinigt seinen Sängern eine sehr gute Leistung. Bis zum Auftritt beim Wettbewerb am Samstag, den 12. Juli ab 17 Uhr im Konzertsaal „Große Gilde“ in Riga wird in den letzten Proben aber um so intensiver an den Tönen gearbeitet. In der Männerchorklasse vertreten die Sänger um Schmitt, die deutschen Farben Schwarz-Rot-Gold in starker internationaler Konkurrenz von weiteren acht Chören. So werden in der Kategorie die Männerstimmen Basel, Schweiz; Golden Gate Men’s Chorus San Francisco, USA; Male Choir Tevzeme, Lettland; LIEDERmännerChor Alberschwende, Österreich; The Slovak Teacher’s Choir; Slovakei; Male Choir “Kekava”, Lettland; Rigas Tehniskas Universitates Viru Koris Gaudeamus, Lettland und North Sulawesi GMIM Male Choir, Indonesien antreten. Die Männerstimmen Basel waren bereits Sieger als World Choir Champion in Cincinnati/USA im Jahr 2012.

„Unser Ziel ist Gold!“ unterstreicht Projektchor-Organisator und Sängerkranz-Ehrenvorsitzender Karl-Heinz Gros die Ambitionen der Sänger um Schmitt. „Aber das Edelmetall hängt hoch.“ weiß Ronald Wehrum angesichts der international starken Konkurrenz auch aus Universitätschören. Mit dem schottischen Volkslied „Loch Lomond“, dem amerikanischen Spiritual „Little Innocent Lamb“, dem sakralen „Jubilate deo“ und dem deutschen Silcher-Volkslied „Wie lieblich schallt im grünen Wald“ wollen die Projektchor-Sänger vom Sängerkranz die fünfköpfige Fachjury aus aller Welt überzeugen.

Titsch drückt den Sängern fest die Daumen. „Dabei sein ist die höchste Ehre“ bei diesen einzigartigen chorolympischen Weltchorspielen, lautet das Motto von Interkultur für die World Choir Games. Das zieht nach Österreich, Deutschland, China und den USA nun auch 27.000 Sänger in 460 Chören, darunter die Mittelhessen, nach Lettland. Schöne Tage wollen sich die Chorreisenden aus Mittelhessen in Riga auf jeden Fall machen. Gespannt ist man auf das Kennenlernen vieler Sänger aus den 73 Teilnehmernationen. Viel Erfolg bei ihre Teilnahme an den World Choir Games wünschen dem Projektchor aus Mittelhessen unter anderem der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, Landrätin Anita Schneider, der SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sowie der Bürgermeister der „Singenden Stadt“ Pohlheim, Karl-Heinz Schäfer. Neben dem so aus der Ferne hochrangig unterstützten Auftritt beim Wettbewerb freut sich der Projektchor besonders auf das große Chorkonzert im legendären Mezzapark mit 45.000 erwarteten Sängerinnen, Sängern und Gästen aus aller Welt. Dort finden regelmäßig die weltweit bekannten baltischen Sängerfeste statt. Weiterhin ist eine Tagesausflug an die baltische See und eine Stadtführung in Riga geplant. „Gefeiert wird auf jedem Fall nach der Siegerehrung!“ lachen die Projektchor-Organisatoren. Am Montag, den 14. Juli kehren die mittelhessischen Projektsänger vom Sängerkranz in ihre Heimat Pohlheim zurück.

 

 

„Sängerkranz“ ist reif für Riga

WORLD CHOIR GAMES Pohlheimer Projektchor bekommt breite Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Chorszene

WATZENBORN-STEINBERG - (ger). Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gehört zu den erklärten Unterstützern des Pohlheimer Projektchors vom Gesangverein Sängerkranz Watzenborn-Steinberg für die World Choir Games in Riga. Dies teilte der Vorsitzende Werner Funk vor der Chorprobe in der Volkshalle mit. Gekommen waren an diesem Nachmittag nicht nur die Sänger, die sich regelmäßig samstags für zwei Stunden im Schulsaal mit den musikalischen Leitern Peter Schmitt und Werner Jung sowie der Stimmbildnerin Cornelia Muth auf ihren Auftritt in Lettland im Baltikum vorbereiten, sondern auch Interkultur-Präsident Günter Titsch.

Titsch ist Erfinder und Organisator dieses einzigartigen chorolympischen Wettbewerbs, der weltweit die Chorszene über Veranstaltungsorte in Österreich (Linz und Graz), Deutschland (Bremen) bis nach Südkorea (Busan) und China (Xiamen und Shaoxing) sowie in den USA (Cincinnati) in den letzten 14 Jahren maßgeblich veränderte und die Chorbewegung rund um den Globus näher zusammenrücken ließ. Er machte sich bei seinem Besuch gemeinsam mit dem heimischen Projektchor-Sponsor Gerhold Häuser von Volkswagen/Seat bei Auto Häuser einen ersten Eindruck vom Vorbereitungsstand des Projektchores, der in der Männerchorklasse antreten wird. Daneben informierte er über den Organisationsstand.

Was die beiden Gäste musikalisch hören konnten, dürfte ihnen gefallen haben. Nicht nur das der hessische Ministerpräsident den deutschen Chorvertreter aus Mittelhessen in Riga ideell und finanziell mit 1500 Euro unterstützt, sondern auch das der SPD-Hessenvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel und Landrätin Anita Schneider sowie aus der Chorszene die Präsidenten des Deutschen und hessischen Chorverbands, Dr. Henning Scherf und Claus-Peter Blaschke die Unterstützerliste anführen, zeigt die breite gesellschaftliche Basis für die ambitionierte Aufgabe des „Sängerkranz“-Chores mit Sängern aus ganz Mittelhessen. So bezeichnet die Landrätin in ihrem persönlichen Brief, die 44 Sänger als musikalische Botschafter Deutschlands, Hessens und insbesondere „unseres“ Landkreises Gießen, die sich in der Kulturhauptstadt Europas für die Völkerverständigung einsetzen.

„Ich freue mich, dass Ihr Sänger so engagiert bei der Sache seid“, sagte Titsch in der Probe. Eine starke Konkurrenz aus neun Chören vor allem aus dem Baltikum, Österreich und der Schweiz sowie ein bekannt starker Männerchor aus Singapur und weitere aus Indonesien gehen mit dem Sängerkranz-Projektchor an den Start. Dass die heimischen Sänger durchaus in der Lage sind, international mitzuhalten, hat der „Sängerkranz“-Chor schon mehrfach bewiesen. So holten sie Goldmedaillen in Linz (2000) und Bremen (2004) bei Chorolympiaden und erzielten zudem bei weiteren Wettbewerben sehr gute Ergebnisse im internationalen Vergleich. Jetzt gilt es auf den Punkt stimmlich und mental topfit zu sein, weiß Peter Schmitt.

„Wir betreiben Kultur und keine Politik“, sagte Titsch zu den Aufgaben des Fördervereins Interkultur in Fernwald und Pohlheim im Hinblick auf die aktuellen politischen Entwicklungen in Osteuropa. In zwei Jahren sollen die nächsten World Choir Games im russischen Sotschi stattfinden. In Riga ist bei der Abschlusszeremonie die Fahnenübergabe an die Stadt der diesjährigen olympischen Winterspiele geplant.

Gerhold Häuser hatte eine Spende von 500 Euro für den Projektchor mitgebracht. Er unterstrich bei der Übergabe seine Verbundenheit mit dem heimischen Chorgesang,

 
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